Baumfällung und Parkplatzbau am Jane-Addams-Weg: Fragen zur Planung und Transparenz

Die jüngsten Baumfällungen und die geplante Errichtung eines Parkplatzes am Jane-Addams-Weg werfen zahlreiche Fragen auf – sowohl in Bezug auf den Klimaschutz als auch auf die Verkehrssicherheit. Bedauerlicherweise wurden Ausschüsse, Rat und Öffentlichkeit in den Entscheidungsprozess nicht einbezogen.

In der kommenden Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Grundwasser und Klimaschutz möchten wir daher Antworten auf zentrale Fragen erhalten: Wurde die Klimaanalyse der Stadt berücksichtigt? Welche Maßnahmen sind zum Schutz der Kinder aus der benachbarten KiTa und Grundschule geplant? Wie sieht der Ausgleich für die gefällten Bäume aus?

Unser Ziel ist eine transparente Planung, die ökologische und verkehrssichernde Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Deshalb fordern wir eine detaillierte klimagerechte Planung sowie eine durchdachte Verkehrsführung, die alle Beteiligten einbindet.

Folgend unser Antrag zur Aufnahme der TOPs „Baumfällung und Parkplatzbau am Jane-Addams-Weg: Fragen zur Planung und Transparenz“ im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir bitten um Aufnahme des o.g. Punktes auf die Tagesordnung der kommenden Ausschusssitzung.

Zunächst bitten wir in der Sitzung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Auf der Karte der Stadtklimaanalyse, die der Umweltausschuss beschlossen hat, ist der Matthias-Hoeren-Platz der heißeste Bereich in Korschenbroich. Die angrenzende, nunmehr abgeholzte Fläche gehört dort bisher zu den kühlen Flächen. Wurde dies bei den Planungen berücksichtigt?
  1. Wieso werden die Ausschüsse und der Rat nicht in den Prozess einbezogen?
  1. Warum wurde die Öffentlichkeit und insbesondere die Nachbarschaft nicht vorher informiert und einbezogen?
  1. Wie sieht der Ausgleich für die abgeholzten Büsche und Bäume konkret aus? Erfolgt dieser ebenfalls im Ortszentrum?
  1. Wie sieht die Beurteilung nach der Baumschutzsatzung aus?
  1. Wie sieht die waldrechtliche Beurteilung aus?
  1. Wie groß wird der Eingriff? Wird die gesamte Fläche der Flurstücke 84 und 85 zugepflastert oder werden dort auch großzügig Bäume aufgestellt?
  1. Müssten neue Parkplätze nicht eine PV-Anlage erhalten?
  1. Wie wird sichergestellt, dass es während der Bring- und Holzeiten der angrenzenden KiTa nicht zu gefährlichen Situationen für Fußgänger kommt?
  1. Welche Maßnahmen gibt es, um die Sicherheit der Kleinkinder aus dem angrenzenden Kindergarten zu gewährleisten, insbesondere wenn sie sich auf dem Gelände bewegen?
  1. Wie wird die Sicherheit der Grundschulkinder auf ihrem Schulweg gewährleistet, insbesondere wenn sie am Parkplatz entlanggehen müssen?
  1. Gibt es gesonderte Fußwege oder markierte Übergänge, um eine sichere Wegeführung für Kinder und Eltern zu ermöglichen?
  1. Sind verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Zebrastreifen oder Poller vorgesehen?
  1. Wer ist für die Überwachung der Verkehrssituation verantwortlich, und gibt es regelmäßige Kontrollen oder Anpassungen der Sicherheitsmaßnahmen?
  1. Wird der zukünftig Parkplatz bei Unges Pengste durch Schaustellerfahrzeuge bzw. -Anhänger genutzt oder bleibt der frei?
  1. Wie sieht überhaupt die Verkehrsplanung während Unges Pengste aus?

Nach Klärung der vorgenannten Fragen stellen wir folgenden Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, dem Ausschuss eine Planung der klimagerechten Umsetzung und Ausgleichs der Versiegelung der o.g. Flächen sowie dem Ausschuss für Mobilität, Verkehr und Grünflächen eine Planung für die Gestaltung des neuen Parkplatzes einschließlich der Begrünung mit Bäumen und Büschen und der Verkehrsführung und -sicherung für alle Verkehrsbeteiligten vorzulegen.